Mittwoch, 9. Oktober 2013

Aus der Weltenseele ...




(...) Der Jüngling wußte nicht, was sein persönlicher Lebensweg war.
„Es ist das, was du schon immer gerne machen wolltest. Alle Menschen wissen zu Beginn ihrer Jugendzeit, welches ihre innere Bestimmung ist. In diesem Lebensabschnitt ist alles so einfach, und sie haben keine Angst, alles zu erträumen und sich zu wünschen, was sie in ihrem Leben gerne machen würden. Indessen, während die Zeit vergeht, versucht uns eine mysteriöse Kraft davon zu überzeugen, dass es unmöglich sei, den persönlichen Lebensweg zu verwirklichen.“
Was der Alte da sagte, ergab nicht viel Sinn für den Jüngling. Aber er wollte wissen, was die mysteriösen Kräfte waren; ……..
„Das sind die Kräfte, die uns schlecht erscheinen, aber in Wirklichkeit helfen sie dir, deinen persönlichen Lebensplan zu erfüllen. Sie entwickeln deinen Geist und deinen Willen, denn es gibt eine große Wahrheit auf diesem Planeten: Wer immer du bist oder was immer du tust, wenn du aus tiefster Seele etwas willst, dann wurde dieser Wunsch aus der Weltenseele geboren. Das ist dann deine Aufgabe auf Erden.“……….
„……… Die Weltenseele wird von dem Glück der Menschen gespeist. Oder vom Unglück, von Neid und Eifersucht. Unsere einzige Verpflichtung besteht darin, den persönlichen Lebensplan zu erfüllen. Alles ist ein Ganzes. Und wenn du etwas fest willst, dann wird das gesamte Universum dazu beitragen, dass du es auch erreichst.“ (…)

Auszug aus „Der Alchemist“ von Paulo Coelho.




Donnerstag, 3. Oktober 2013

an meinen stern gelehnt



ich
an meinen stern gelehnt:
ein bündel leben
an ein bündel licht ...

(Stefan Grimm)
 
 

Donnerstag, 12. September 2013

Wenn ...





„Wenn wir der Erde etwas wegnehmen, müssen
 wir ihr auch etwas zurückgeben. Wir
und die Erde sollten gleichberechtigte Partner sein. Was wir der Erde zurückgeben,
kann etwas so Einfaches - und zugleich so Schwieriges - wie Respekt sein.
Die Suche nach Öl, Kohle und Uran hat der Erde
 bereits großen Schaden zugefügt, aber
noch kann dieser Schaden wiedergutgemacht
 werden - wenn wir es wollen. Beim
Abbau von Bodenschätzen werden Pflanzen vernichtet. Es wäre recht und billig, der
Erde Samen und Schößlinge anzubieten und
dadurch wieder zu ersetzen, was wir
zerstört haben. Eines müssen wir lernen:
Wir können nicht immer nur nehmen, ohne
selber etwas zu geben. Und wir müssen unserer
Mutter, der Erde, immer so viel geben,
wie wir ihr weggenommen haben.“ 
 
(Jimmie C. Begay, in: Weisheit der Indianer)
 
 



Sonntag, 8. September 2013

Ein neues Blumenmädchen „Die Wegwarte“



Aus dem ausgehenden Mittelalter sind viele Mythen bekannt, die der Wegwarte unglaubliche Zauberkräfte, vor allem im Liebeszauber, zuschreiben. Sie soll den Träger der Pflanze im Kampf unbesiegbar und allgemein unverwundbar machen. Andere Mythen lauten dahingehend, dass eine Wegwarte unter dem Kopfkissen der Jungfrau im Traum den zukünftigen Ehemann erscheinen lässt.

Einer alten Sage nach sollen die Blüten der Wegwarte die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins seien, das am Wege vergeblich auf die Rückkehr ihres Geliebten vom Kreuzzug in das Heilige Land wartet. 


Es steht eine Blume,
Wo der Wind weht den Staub,
Blau ist ihre Blüte,
Aber grau ist ihr Laub.
Ich stand an dem Wege,
Hielt auf meine Hand,
Du hast Deine Augen
Von mir abgewandt.
Jetzt stehst du am Wege,
Da wehet der Wind,
Deine Augen, die blauen,
Vom Staub sind sie blind.
Da stehst du und wartest,
Daß ich komme daher,
Wegewarte, Wegewarte,
Du blühst ja nicht mehr.

Freitag, 30. August 2013

Mohn





Ein Jahr lang habe ich keine Blumenkinder mehr genäht. Nach dem Wegzug aus der Großstadt musste ich mich und viele andere Sachen erst wieder finden. Und dann nach fast einem Jahr und wieder zwischen gepackten Kisten sitzend, bekam ich wieder Lust ein Blumenkind anzufertigen. Ein Mohnkind ist entstanden. Der Umzug liegt nun auch schon ein paar Wochen zurück, die Kartons sind wieder ausgepackt, ich weiß wieder, wo alles steht und liegt und das nächste Blumenkind ist schon in Arbeit.


Samstag, 17. August 2013

Ein neuer Schritt



Irgendwann bist du an einem Punkt.. an dem du begreifst..
dass du nicht mehr zu kämpfen brauchst..
weil es dich nicht weiter bringt.
Du begreifst.. dass du nichts mehr tun kannst oder musst.

Du kannst nichts erzwingen.. wenn du das begreifst..
fällt erst alles in sich zusammen und dann ist Stille.

Und dann wird plötzlich alles leicht und leer in dir.

Du fängst an los zulassen.. woran du dich geklammert hast..
an Hoffnungen.. Menschen oder Dinge aus deiner Vergangenheit..
die du so nicht akzeptieren wolltest oder konntest.

Du begreifst.. dass du all das nicht mehr ändern kannst..
egal.. wie sehr du daran glaubst..
egal.. wie sehr du es dir wünscht..
egal.. wie sehr du dagegen kämpfst..
egal.. wie weh es tut.

Was geschehen soll.. das geschieht.

Was gehen will.. das geht.

Was bei dir sein will.. das bleibt oder
kommt aus freiem Willen zu dir zurück.

Irgendwann sind die Schmerzen und die Angst
loszulassen vorbei.

Dann befreist du dich allmählich auch von Ängsten..
Schuldgefühlen und Zwängen.
Von allem was DICH festhält.

Und du gehst deinen Weg..
packst deinen Koffer mit dem.. was übrig blieb:
Ein Koffer voller Erfahrungen.. Erkenntnisse und Erinnerungen.

Dein Weg liegt vor dir..
du siehst ihn noch nicht..
aber du fühlst.. es ist soweit..

Du beginnst wieder - mit dem ersten Schritt !

    

(Unbekant)

Freitag, 2. August 2013

Von den Kindern

  

Eure Kinder sind nicht eure Kinder, Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt Er auch den Bogen, der fest ist.
 
Khalil Gibran