Samstag, 22. Dezember 2012

Hortensien


Lass einen jeden sein, der er ist,
so kannst du auch bleiben, der du bist.

(Martin Luther)



mehr Blume zum Wochenende gibt es bei Tina




Mittwoch, 19. Dezember 2012

Was immer Du tun kannst ...



Über Entschlusskraft und Schöpfung gibt es eine grundlegende Wahrheit. Die Unkenntnis davon zerstört unzählige Ideen und grossartige Pläne und das ist es, dass in dem Moment, da jemand sich endgültig verpflichtet, dann auch die göttliche Vorsehung Einzug hält.
Alle möglichen Dinge ereignen sich, um diesem zu helfen, Dinge, die sich sonst nie ereignet hätten.
Ein ganzer Strom von Ereignissen ergibt sich aus der Entscheidung.
Sie ruft für jenen, der die Entscheidung getroffen hat, alle möglichen Vorkommnisse und Zusammenkünfte und stoffliche Hilfe hervor, von der kein Mensch sich hätte träumen lassen, dass sie auf diese Weise eintreffen würden.
Was immer Du tun kannst, oder wovon Du träumst, Du könntest es tun:
beginne damit.
Kühnheit trägt Genius, Macht und Zauber in sich.
Beginne es jetzt.

(Johann Wolfgang von Goethe)


Mehr Himmelsgucker gibt es bei Tina

Dienstag, 18. Dezember 2012

Ein Gewinn


... diese tolle Wärmflaschenhülle habe ich bei http://nunusgarnundstofflabor.blogspot.de/ gewonnen und das nur, weil ich ihr 200. Leser wurde. DANKE Claudia für die wunderschöne Hülle (jetzt hat meine Wärmflasche endlich ein Kleid) und Deinen wundervollen Blog

Montag, 10. Dezember 2012

Was schenken wir Tante Berta?




Geben sei seliger denn nehmen behauptet jedenfalls ein altes Biebelwort, aber wenn ich dabei an Tante Berta denken kommen mir durchaus Zweifel, denn was schenkt man einer achzigjährigen alten Dame, die wirklich schon mehr als alles hat, bloß zu Weihnachten?

"Wir gehen systematisch vor", sagte meine Frau am dritten Adventssonntag gleich nach dem Frühstück, "und zwar alphabetisch. Wir beginnen mit A."
"Aftershave!" platzte ich heraus und dachte dabei mit einigem Unbehagen an Tante Bertas flauschiges Damenbärtchen.
"Sei nicht albern!" tadelte mich meine Frau, musste aber selbst ein wenig grinsen. "Also weiter mit B wie Berta."
"Büstenhalter".
"Beim Busen deiner Tante?"
"Beim Busen meiner Tante und beim Barte des Propheten!"
So kamen wir offensichtlich nicht weiter.
"Ruf doch deinen Bruder an", schlug meine Frau vor, "vielleicht hat er ja eine Idee".
Mein Bruder und Ideen?!

"Tante Berta? Weihnachten?" Die Stimme meines Bruders schien nicht aus dem Telefon, sondern aus einer anderen Welt weit draußen hinter der Milchstraße zu kommen. "Keine Ahnung. Aber geht doch systematisch vor, du und Claudia, und zwar nach dem Alphabet, also zum Beispiel A wie..."
"Aftershave! Danke, Brüderchen, aber soweit waren wir auch schon ohne dich gekommen. Grüß Martina und die Kinder.
Ciao, ciao

"Und wenn wir mal ins Internet schnuppern?" Der Ideenvorrat meiner Frau schien heute unerschöpflich zu sein.
"Welches Suchwort?"
"Hm?"
Da klingelte das Telefon. Es war meine Schwester, die lediglich wissen wollte, was sie denn Tante Berta zu Weihnachten schenken könnte.
"Tante Berta? Weihnachten?" Ich mimte den Ahnungslosen.
"Keinen Schimmer, Schwesterherz, aber geh doch einfach einmal systematisch vor und zwar nach dem Alphabet, also zum Beispiel A wie..."
"Aftershave? Danke, Bruderherz, aber soweit war ich auch schon ohne dich gekommen. Grüß Claudia von mir.
Tschüsschen, tschüsschen!"

"Und wenn du Tante Berta direkt anrufst und sie ganz einfach persönlich fragst?" Meine Frau schien allmählich ihre Tageshöchstform zu erreichen.
Also wählte ich Tantchens Nummer und nach umständlichen Erkundigungen hinsichtlich ihres Rheumas, ihrer Arthrose, ihrer Gallen- und Nierensteine und dergleichen kam ich endlich zum eigentlichen Grund meines Anrufs.
"Mir? Zu Weihnachten?" Tante Berta mimte die Überraschte.
"Keine Ahnung, Jungchen, aber geh doch ganz einfach einmal systematisch vor, und zwar nach den Alphabet, also zum Beispiel A wie..."
"Auflegen", winselte ich, "A wie auflegen, A wie aufhören, A wie auf Wiederhören!"
"Genau, Jungchen, du hast es durchschaut. Viel Erfolg noch bei der Suche und grüß Claudia von mir. Ach und noch was fällt mir da gerade ein. Als nämlich Onkel Kurtchen noch lebte, da wusste er auch nie so recht, was er mir denn schenken sollte, worauf ich ihm natürlich riet: Kurtchen, geh doch einmal systematisch vor und zwar nach dem Alphabet, also zum Beispiel A wie..."
"Adieu!" jammerte ich und ließ den Hörer auf die Gabel sinken.

"Advent, Advent!" trällerte meine Frau derweil in der Küche und ich kam endlich zu der Erkenntnis, dass sogar der Wahnsinn systematisch vorgeht, und zwar nach dem Alphabet, also zum Beispiel A wie Advent oder B wie Tante Berta...

Aus "Die Stadt in der Schachtel"  von Stefan Grimm

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Sonntag, 2. Dezember 2012

Advent

Advent und Weihnachten - Zeit der Stille und Besinnung,
bis jemand auf die Idee kam, dass Geschenke sein müssen… 


(unbekant) 
  


  
Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin - bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Freitag, 23. November 2012

Ein Blumengruß


  
Blumen und Sterne

Sterne sind Blumen am Himmelsazur,
Blumen sind Sterne der irdischen Flur,
Sterne am Himmel und Blumen im Land,
Beide gesät von allmächtiger Hand.
Blumen im Felde  —  manch lieblichen Strauss
Pflückt ich mit Freuden und trug ihn nach Haus,
Sterne am Himmel  —  wie oft in der Nacht
Schaut ich empor zu der funkelnden Pracht!
Blumen der Wiese, sie blühen so schön,
Aber sie müssen so balde vergehn;
Ewig am Himmel blüht Stern wohl an Stern,
Aber sie stehen so hoch und so fern.
Oft von der Blumen verwelkendem Flor
Blickt ich zu himmlischen Sternen empor,
Aber es kehrte der irdische Blick
Gern auch von Sternen zu Blumen zurück.
Traun mich erfreute kein Blümlein im Feld
Glänzte nicht drüber das Sternenzelt,
Trann mich erschreckte der himmlische Saal,
Blühte kein Blümlein im irdischen Tal
Drum so verehret die himmlische Macht,
Welche so Blumen, wie Sterne gemacht,
Drum so verdenket dem Sänger es nicht,
Wenn er die Blumen mit Sternen durchflicht.
Sind auch die Sterne nicht glänzend genug:
Nehmt zu den Sternen nur selber den Flug;
Dünkt euch der Sänger kein Fürst im Gesang:
Zählt man doch Sterne vom siebenten Rang!
Scheinen die Blumen euch dürftig und bleich:
Tausende blühen ringsum noch im Reich;
Jeglicher Frühling streut schönere aus,
Wählet und bindet euch selber den Strauss!

Karl Friedrich von Gerok, 1815-1890

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Freitag, 9. November 2012

Fingerhütchen

Immer wen ich einen Fingerhut sehe fällt mir dieses Gedicht ein.


Fingerhütchen

Liebe Kinder, wißt ihr, wo
Fingerhut zu Hause?
Tief im Tal von Acherloo
hat er Herd und Klause;
aber schon in jungen Tagen
muß er einen Höcker tragen;
geht er, wunderlicher nie
wallte man auf Erden!
Sitzt er, staunen Kinn und Knie,
daß sie Nachbarn werden. Körbe flicht aus Binsen er,
früh und spät sich regend,
trägt sie zum Verkauf umher
in der ganzen Gegend,
und er gäbe sich zufrieden,
wär' er nicht im Volk gemieden;
denn man zischelt mancherlei:
daß ein Hexenmeister,
daß er kräuterkundig sei
und im Bund der Geister.
Solches ist die Wahrheit nicht,
ist ein leeres Meinen;
doch das Volk im Dämmerlicht
schaudert vor dem Kleinen.
So die Jungen wie die Alten
weichen aus dem Ungestalten -
doch vorüber wohlgemut
auf des Schusters Räppchen
trabt er. Blauer Fingerhut
nickt von seinem Käppchen.
Einmal geht er heim bei Nacht
nach des Tages Lasten,
hat den halben Weg gemacht,
darf ein bißchen rasten,
setzt sich und den Korb daneben,
schimmernd hebt der Mond sich eben:
Fingerhut ist gar nicht bang,
ihm ist gar nicht schaurig,
nur daß noch der Weg so lang,
macht den Kleinen traurig.
Etwas hört er klingen fein
nicht mit rechten Dingen,
mitten aus dem grünen Rain
ein melodisch Singen:
"Silberfähre, gleitest leise" -
Schon verstummt die kurze Weise.
Fingerhütchen spähet scharf
und kann nichts entdecken,
aber was er hören darf,
ist nicht zum Erschrecken.
Wieder hebt das Liedchen an
unter Busch und Hecken,
doch es bleibt der Reimgespan
stets im Hügelstecken.
"Silberfähre, gleitest leise" -
Wiederum verstummt die Weise.
Lieblich ist, doch einerlei
der Gesang der Elfen,
Fingerhütchen fällt es bei,
ihnen einzuhelfen.
Fingerhütchen lauert still
auf der Töne Leiter,
wie das Liedchen enden will,
führt er leicht es weiter:
"Silberfähre, gleitest leise" -
"Ohne Ruder, ohne Gleise."
Aus dem Hügel ruft's empor:
"Das ist dir gelungen!"
Unterm Boden kommt hervor
kleines Volk gesprungen.
"Fingerhütchen, Fingerhut",
lärmt die tolle Runde,
"faß dir einen frischen Mut!
Günstig ist die Stunde!
Silberfähre, gleitest leise
ohne Ruder, ohne Gleise!
Dieses hast du brav gemacht,
lernet es, ihr Sänger!
Wie du es zustand gebracht,
hübscher ist's und länger!
Zeig dich einmal, schöner Mann!
Laß dich einmal sehen!
Vorn zuerst und hinten dann!
Laß dich einmal drehen!
Weh! Was müssen wir erblicken!
Fingerhütchen, - welch ein Rücken!
Auf der Schulter, liebe Zeit,
trägst du grause Bürde!
Ohne hübsche Leiblichkeit
was ist Geisteswürde?
Eine ganze Stirne voll
glücklicher Gedanken,
unter einem Höcker soll
länger sie nicht schwanken!
Strecket euch, verkrümmte Glieder!
Garstger Buckel, purzle nieder!
Fingerhut, nun bist du grad,
deines Fehls genesen!
Heil zum schlanken Rückengrat!
Heil zum neuen Wesen!"
Plötzlich steckt der Elfenchor
wieder tief im Raine,
aus dem Hügelrund empor
tönt's im Mondenscheine:
"Silberfähre, gleitest leise
ohne Ruder, ohne Gleise."
Fingerhütchen wird es satt,
wäre gern daheime,
er entschlummert blaß und matt
an dem eignen Reime.
Schlummert eine ganze Nacht
auf derselben Stelle;
wie er endlich auferwacht,
scheint die Sonne helle:
Kühe weiden, Schafe grasen
auf des Elfenhügels Rasen.
Fingerhut ist bald bekannt,
läßt die Blicke schweifen,
sachte dreht er dann die Hand,
hinter sich zu greifen.
Ist ihm Heil im Traum geschehn?
Ist das Heil die Wahrheit?
Wird das Elfenwort bestehn
vor des Tages Klarheit?
Und er tastet, tastet, tastet:
Unbebürdet! Unbelastet!
"Jetzt bin ich ein grader Mann!"
jauchzt er ohne Ende,
wie ein Hirschlein jagt er dann
über Feld behende.
Fingerhut steht plötzlich still,
tastet leicht und leise,
ob er wieder wachsen will?
Nein, in keiner Weise!
Selig preist er Nacht und Stunde,
da er sang im Geisterbunde -
Fingerhütchen wandelt schlank,
gleich als hätt' er Flügel,
seit er schlummernd niedersank
nachts am Elfenhügel.

( Conrad Ferdinand Mayer)


Bei Tina ist wieder Blumenzeit schaut doch einfach vorbei.

Montag, 29. Oktober 2012

Eine Puppe


... für den Herbstmarkt an der Schule habe ich meine erste Puppe genäht. Kopf und Körper waren einfach. Bei den Haaren habe ich mir fast die Finger gebrochen ( ich häkele überhaupt nicht gerne). Jetzt weiß ich, wie es geht und dabei werde ich es auch belassen.

Freitag, 26. Oktober 2012

Freitag, 12. Oktober 2012


Gegen Abend

Will kein lieber Voel singen?
Alle Büsche bleiben stumm.
Nur ein Falter mit beblümten Schwingen
Tummelt sich im Roggenfeld herum.

Sonnenblumen neigen sich zur Erde.
Braune Schatten haschen nach der Wand:
Schweißbesickert ziehen schwere Pferde
Hohe Fuhren durchs verwolkte Land.
 
Theodor Däubler

 
Blumen gegen den grauen Alltag hier



Montag, 8. Oktober 2012

Ich will Dir einen Engel schenken



Ich will Dir einen Engel schenken,
ganz unsichtbar und leicht,
er möge Deine Schritte lenken,
so weit der helle Himmel reicht.
Ich will Dir einen Engel schenken,
damit Du fröhlich bist und all Dein Tun und all Dein Denken
zu jeder Zeit gesegnet ist.
Ich will Dir einen Engel schenken,
der Dich behüten mag,
er soll sich ganz in Dich versenken,
zur Nachtzeit und bei Tag.

Autor unbekannt

Samstag, 6. Oktober 2012

Berührt


"Jeder Mensch bekommt zu seiner Geburt die Welt geschenkt. Die ganze Welt. Und die meisten von uns haben aber noch nicht einmal das Geschenkband berührt, geschweige denn hineingeschaut."

(Leo Buscaglia)

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Herbst

Fülle

Genug ist nicht genug! Gepriesen werde
Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte!
Tief beugt sich mancher allzu reich beschwerte,
Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zur Erde. Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube!
Die saft'ge Pfirsche winkt dem durst'gen Munde!
Die trunknen Wespen summen in die Runde:
"Genug ist nicht genug!" um eine Traube.
Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen
Schlürft Dichtergeist am Borne des Genusses,
Das Herz, auch es bedarf des überflusses,
Genug kann nie und nimmermehr genügen!


( Conrad Ferdinand Meyer )

Donnerstag, 20. September 2012

Willkommen

Hallo und ♥-lich willkommen auf meinem neuen Blog, ich freu mich über Deinen Besuch hier! Ich bin ständig am Werkeln, was dabei herauskommt, kannst Du hier sehen. Alle diese Dinge entstehen mit ganz viel Liebe zum Detail. Vielen lieben Dank für all die lieben Kommentare, die regelmässigen Leser und die Besuche hier !
Herzlichst
Inge