Die kalten Tage werden bestimmt noch kommen drum habe ich den Versuch gestartet und mir wärmende Handstulpen aus Reste genäht. Für den ersten versuch sind sie ganz pasabel geworden, ein paar Reste hätte ich noch.
Es ist schon eine weile her seid ich diese Kerlchen zum ersten mal genäht habe. Aber vor ein paar Wochen brauchte ich ein kleines Geschenk und wie der Zufall es will stolperte ich über meine alten Nicki reste ... Das alte Zwergenfieber hat mich wieder und hier tummeln sich wieder viele Zwerge rum.
Vor
langer Zeit gab es einmal eine schöne kleine Insel. Hier lebten alle
Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten der Menschen einträchtig zusammen:
Der Humor und die gute Laune, der Stolz und der Reichtum, die
Traurigkeit und die Einsamkeit,
das Glück und die Intuition, das Wissen und all die vielen anderen
Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten, die einen Menschen eben so
ausmachen. Natürlich war auch die Liebe dort zu Hause.
Eines
Tages machte ganz überraschend die Nachricht die Runde, dass die Insel
vom Untergang bedroht sei und schon in kurzer Zeit im Ozean versinken
würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu
verlassen. Nur die Liebe, deren Schiff gerade nicht seetauglich war,
wollte bis zum letzten Augenblick warten. Sie hing sehr an der Insel.
Als das Eiland schon am Sinken war, bat die Liebe die anderen um Hilfe.
Der
Reichtum schickte sich gerade an, auf einem sehr luxuriösen Schiff in
See zu stechen, da fragte ihn die Liebe: „Reichtum, kannst du mich
mitnehmen?“ „Nein, das geht nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich.“
Also
fragte die Liebe den Stolz, der auf einem großen und schön gestalteten
Schiff vorbeikam. „Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?“ „Liebe,
ich kann dich nicht mitnehmen“, antwortete der Stolz, „hier ist alles
perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen.“
Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: „Traurigkeit, bitte nimm du mich mit.“ „Oh Liebe“, entgegnete die Traurigkeit, „ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss.“
Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.
Plötzlich aber rief eine Stimme: „Komm Liebe, du kannst mit mir mitfahren.“
Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie völlig vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.
Später fragte die Liebe das Wissen: „Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?“
„Ja sicher“, antwortete das Wissen, „das war die Zeit.“
„Die Zeit?“ fragte die Liebe erstaunt, „Warum hat mir denn ausgerechnet die Zeit geholfen?“
Und das Wissen antwortete: „Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist.“